10 Tips für die richtige Praktikumsbewerbung im Handwerk

Veröffentlicht am 15. Februar 2026 um 10:37

Wenn du dich für ein Praktikum in einem Handwerksberuf oder in einem anderen Berufszweig bewerben willst, gelten andere Regeln als bei einem 20-seitigen Lebenslauf für einen Manager-Posten. Hier zählt vor allem: Echtheit, Lust auf Anpacken und Zuverlässigkeit.

Hier sind von mir 10 Tipps, mit denen du aus der Masse herausstichst:

Stell dich persönlich vor

Im Handwerk und bei lokalen Betrieben zählt der erste Eindruck vor Ort oft mehr als jede E-Mail.

  • Tipp: Geh einfach mal hin (nicht gerade zur Stoßzeit!) oder ruf an. Frag: „Suchen Sie aktuell Praktikanten? Ich hätte richtig Lust, mir das mal anzuschauen.“ Das zeigt Mut und Initiative.

Viele Betriebe sagen: „Schreib uns per WhatsApp.“ Das ist super, aber: Schreib trotzdem ganze Sätze und achte auf die Rechtschreibung. Ein „hey brauche praktikum wann kommen?“ kommt schlecht an. Schreib höflich und mit Grußformel.

  • Ganz wichtig: Stell dich persönlich vor; schicke nicht deine Eltern oder Freunde vor. Es ist dein Praktikum und du musst dich darum kümmern.

Schreib eine kurze Bewerbung

Eine kleine Bewerbung zeigt dem Betrieb, dass du dich wirklich für den Betrieb und den Beruf interessierst, und hilft deinem Gegenüber, dich besser einzuordnen. Schreib die Bewerbung so, dass du diese mit wenigen Änderungen auch für weitere Praktikumsbewerbungen nutzen kannst.

Schreib in deine Bewerbung, warum du dich bewirbst, in ein bis drei Sätzen.

Keiner will Standardsätze aus dem Internet lesen („Hiermit bewerbe ich mich ...“).

Besser: Schreib, warum du genau diesen Job spannend findest. „Ich arbeite in meiner Freizeit gerne mit Holz und möchte jetzt sehen, wie die Profis in der Werkstatt arbeiten.“

Schreib keinen langen Lebenslauf

Du hast noch keine 10 Jahre Berufserfahrung? Kein Problem! Schreib einfach, welche Schule du gerade besuchst, und erwähne Hobbys, die zu dem Beruf passen.

Wichtig sind:

  • Dein Name und Geburtsdatum
  • Deine Kontaktdaten
  • Welche Schule du besuchst und bis wann
  • Hobbys, die zu dem Praktikumsberuf passen
  • Praktika, die du vielleicht schon gemacht hast

 

 

Das "Warum dieser Betrieb?"

Zeig, dass du nicht wahllos 50 Mails rausgeschickt hast.

Schau auf die Webseite der Firma und erwähne etwas, das dir besonders aufgefallen ist, z. B. ein Möbel oder eine besondere Maschine. Erwähne, dass dich das interessiert. Das signalisiert dem Betrieb, dass du dich auch mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast.

Das richtige Foto in der Bewerbung.

Es muss kein teures Studio-Foto sein, aber: Kein Selfie vom Spiegel oder vom Strand!
Zieh dir ein ordentliches Shirt an, stell dich vor eine helle Wand und lass dich von jemandem fotografieren. Ein freundliches Lächeln wirkt Wunder. Benutze ein Foto, auf dem dich auch andere sympathisch finden.

Vollständigkeit und Kompaktheit (auch digital)

Halte deine Bewerbung dennoch kurz und kompakt. Maximal zwei DIN-A4-Seiten. Wenn du eine E-Mail schreibst, pack alles in eine einzige PDF-Datei. Wenn du dich auf Papier per Post bewirbst, dann hefte die beiden Seiten ordentlich zusammen oder drucke auf Vorder- und Rückseite.

  • Tipp: Wenn du dich per E-Mail bewirbst, nenne die Datei sinnvoll, z. B. Bewerbung_Praktikum_Max_Mustermann.pdf. Wenn der Chef zehn einzelne Bilder (JPGs) von deinem Zeugnis bekommt, ist er genervt, bevor er die erste Zeile gelesen hat.

Pünktlichkeit & Zuverlässigkeit (schon bei der Bewerbung)

Im Handwerk ist es wichtig pünktlich und zuverlässig zu sein. Wenn du ein Telefonat oder ein Treffen vereinbarst dann sei fünf Minuten vor dem Termin da oder rufe zur vereinbarten Zeit an. Wenn dir etwas dazwischen kommt dann melde dich frühzeitig und höflich um einen neuen Termin zu bekommen.

Im Gespräch: Zeig Interesse an dem Beruf und der Technik.

Das Handwerk ist mittlerweile auch ein technologieorientierter Beruf. Frag im Gespräch ruhig: „Arbeitet ihr auch mit Tablets?“ oder „Darf ich im Praktikum auch mal sehen, wie die CNC-Maschine funktioniert?“. Das zeigt, dass du nicht nur fegen willst.

  • Tipp: Schau vorher auf der Webseite nach, welche Maschinen die Firma einsetzt, oder frag nach, wenn du eine Führung durch das Unternehmen bekommen solltest.

Nachhaken, aber nicht nerven

Du hast nach einer Woche nichts gehört? Ruf freundlich an: „Hallo, ich wollte mal nachfragen, ob meine Bewerbung angekommen ist.“
Das zeigt, dass dir die Stelle wirklich wichtig ist. Alternativ kannst du auch eine freundliche E-Mail schreiben aber anrufen ist besser.

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